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Deutschlands Liederschatz

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von Anthologien

Verlag: Arnoldis-Verlag, Halle-Leipzig | Jahr: 1924

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Kapitel 226

Nr. 224. Gold und Silber

1. Gold und Silber lieb ich sehr, könnt es auch gebrauchen, hätt ich nur ein ganzes Meer, mich hineinzutauchen, s'braucht ja nicht geprägt zu sein, hab's auch so ganz gerne, sei's des Mondes Silberschein, sei's das Gold der Sterne, sei's des Mondes Silberschein, sei's das Gold der Sterne.

2. Ha wie blinkt der gold'ne Wein hier in meinem Becher, hört, wie klingen silberrein Lieder froher Zecher. Daß die Zeit einst golden war, möcht ich nicht bestreiten, :,: denkt man doch im Silberhaar gern vergangner Zeiten. :,:

3. Doch viel schöner ist das Gold, das vom Lockenköpfchen meiner Allerliebsten rollt in zwei blonden Zöpfchen. Darum komm, du liebes Kind, laß uns herzen, küssen, :,: eh die Locken silbern sind und wir scheiden müssen. :,:

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