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Deutschlands Liederschatz

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von Anthologien

Verlag: Arnoldis-Verlag, Halle-Leipzig | Jahr: 1924

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Kapitel 220

Nr. 218. E bissele Lieb

1. E bissele Lieb und e bissele Treu und e bissele Falschheit ist allweil derbei, ist allweil derbei, und e bissele Falschheit ist allweil derbei.

2. Die Kirsche sin zeitig, die Kirsche sind gut, und wenn's Mädle vorbeigeht, so lupft mer's de Hut, so lupft mer's de Hut, und wenn's Mädle vorbei geht, so lupft mer's de Hut.

3. Dort drunten im Tale geht's Bächle so trüb, und i kann der's net hehlen i han de so lieb, i han de so lieb, und i kann der's net hehlen i han de so lieb.

4. Und wenn i der's zehnmal sag', daß i de lieb', und du geist mer koi Antwort, so wird mer's ganz trüb, so wird mer's ganz trüb, und du geist mer koi Antwort, so wird mer's ganz trüb.

5. Wenn i wisperl, wenn i schrei', und du hörst me net glei, so muß i verstehn, daß i weiter soll geh'n, daß i weiter soll geh'n, so muß i versteh'n, daß i weiter soll gehn.

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