Deutschlands Liederschatz
MeistgelesenVerlag: Arnoldis-Verlag, Halle-Leipzig | Jahr: 1924
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Nr. 142. Morgenrot, leuchtest mir
Text von Wilh. Hauff.
Musik Volksweise.
1. Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Tod! Bald wird die Trompete blasen, dann muß ich mein Leben lassen, ich und mancher Kamerad.
2. Kaum gedacht, kaum gedacht, wird der Lust ein End' gemacht! Gestern noch auf stolzen Rossen, heute durch die Brust geschossen, morgen in das kühle Grab.
3. Ach, wie bald, ach, wie bald schwindet Schönheit und Gestalt! Prahlst du noch mit deinen Wangen, die wie Milch und Purpur prangen: Ach, die Rosen welken all'!
4. Und was ist, und was ist dieses Lebens kurze Frist? Unter Kummer, unter Sorgen sich bemühen früh am Morgen, bis der Tag vorüber ist.
6. Darum still, darum still füg' ich mich, wie Gott es will; nun, so will ich wacker streiten, und sollt' ich den Tod erleiden, stirbt ein braver Reitersmann.
*