Deutschlands Liederschatz
MeistgelesenVerlag: Arnoldis-Verlag, Halle-Leipzig | Jahr: 1924
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Nr. 128. Noch sind die Tage der Rosen
Text und Musik Otto Roquette
1. Noch ist die blühende, goldene Zeit, o du schöne Welt, wie bist du so weit. Und so weit ist mein Herz und so blau wie der Tag, wie die Lüfte durchjubelt von Lerchenschlag. Ihr Fröhlichen singt, weil das Leben noch mait: Noch ist ja die schöne, die blühende Zeit, noch sind die Tage der Rosen, die Tage der Rosen.
2. Frei ist das Herz, und frei ist das Lied, und frei ist der Bursch, der die Welt durchzieht, und ein rosiger Kuß ist nicht minder frei, so spröd' und verschämt auch die Lippe sei. Wo ein Lied erklingt, wo ein Kuß sich beut, da heißt's: Noch ist blühende goldene Zeit etc.
3. Ja, im Herzen tief drinnen ist alles daheim, der Freude Saaten, der Schmerzen Keim. Drum frisch sei das Herz und lebendig der Sinn, dann brauset, ihr Stürme, daher und dahin! Wir sind alle Zeit zu singen bereit: Noch ist ja die blühende goldene Zeit etc.
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