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Deutschlands Liederschatz

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von Anthologien

Verlag: Arnoldis-Verlag, Halle-Leipzig | Jahr: 1924

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Kapitel 127

Nr. 127. Jetzt gang i ans Brünnele

Schwäbische Volksweise.

1. Jetzt gang i ans Brünnele, trink aber net, jetzt gang i ans Brünnele, trink aber net; do such i mein herztausige Schatz, find'n aber net, do such i mein herztausige Schatz, find'n aber net.

2. Do laß i meine Äugelein um und um gehn, do laß i meine Äugelein um und um gehn, do sieh'n i mein herztausige Schatz, bei m'en andre stehn, do sieh'n i mein herztausige Schatz, bei m'en andre stehn.

3. Und bei m'en andre stehe sehn, ach, das tut weh! Jetzt b'hüt di Gott, herztausige Schatz, di b'sieh'n i nimme mehr!

4. Jetzt kauf i mir Tinte und Fed'r und Papier, und schreib meint herztausige Schatz einen Abschiedsbrief.

5. Jetzt leg i mi nieder aufs Heu und aufs Moos, do falle drei Röselein mir in den Schoß.

6. Und diese drei Röselein sind blutigrot, jetzt weiß i net, lebt mein Schatz oder, ist er tot.

*