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Tausend und ein Tag. Orientalische Erzählungen. Zweiter Band

von Anonyme oder unbekannte Autoren

Verlag: Insel Verlag | Jahr: 1925 | Übersetzer: Paul Hansmann

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Kapitel 72

Kapitel 72

Dschahis war der Sohn eines Schulmeisters. Sein Vater schickte ihn eines Tages auf den Markt, einen Kalbskopf zu kaufen. Er kaufte einen, aber ehe er damit nach Hause kam, fraß er die Zunge, die Augen, die Ohren und das Hirn weg.

»Wo sind die Augen?« fragte der Vater. »Es war blind, dieses Kalb«, antwortete der Sohn. »Und Ohren und Zunge?« »Es war taubstumm von Natur.« »Und das Gehirn?« »O, es hatte keins, denn es war der Schulmeister unter den Kälbern.« »So trage den Kopf wieder zurück und bringe mir das Geld.« »Das kann ich nicht, o Herr Vater, denn der Kauf ist gesetzmäßig und in aller Regel geschlossen!«